Wer unter Depressionen leidet, der weiß, wie unangenehm, kräfte- und energiezehrend dieser Krankheit sein kann. Medikamente mögen helfen. Therapien auch. Doch was ebenfalls zu einer Verbesserung und Linderung beiträgt, ist eine gesunde Ernährung. … und zwar in einem nicht zu unterschätzenden Ausmaß.

Doch welche Nahrung ist besonders förderlich, möchte man sich aus seinem depressiven Stimmungstief befreien? Besonders im Fokus der Ernährungs- und Gesundheitswissenschaftler stehen Omega-3 Fettsäuren, Tryphtophan und auch Schokolade.

Omega-3-Fettsäuren und Depressionen
Es ist unbestritten, dass Omega-3-Fettsäuren zu den reinsten und gesündesten Formen des Fettes zählen. Sie haben zahlreiche positive Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Die langkettigen Omega-3-Fettsäuren sind vor allen in Krillöl, Lachs und Thunfisch, Leinsamen, Hanfsamen und -öl, Walnüssen sowie Chiasamen enthalten. Die Fettsäuren helfen bei der Entwicklung und funktionssteigerung der Nervenzellen in unserem gehirn. Wer unter einem Mangel an gesunden Omega-3-Fettsäuren leidet, der wird dies oft in Zusammenhang mit mentalen Problemen, im Extremfall sogar Schizophrenie, erfahren. Wer ausreichend reine und gesunde Fette, wie eben Omega-3 zu sich nimmt, kann der Entwicklung einer Depression nachhaltig entgegen wirken.

Wer Omega-3-Fettsäuren darüber hinaus in Kombination mit ausreichend Vitamin D einnimmt, erhöht den positiven Effekt der Fettsäuren noch um ein Vielfaches. Die Vitamin D – Omega 3 Kombination beeinflusst nachweislich positiv den Serotoninstoffwechsel im menschlichen Gehirn. Ein Mangel am Glückshormon führt zu depressiven Störungen. Vitamin D hingegen aktiviert die in der Omega-3-Fettsäure enthaltene Aminosäure Tryphtophan.

Tryphtophan
Trypthtophan ist eine essentielle Aminosäure. Sie wird nicht eigenständig vom Körper produziert, ist aber wichtig für den Aufbau bestimmter Einweißstoffe im Körper. Das Tryptophan arbeitet dabei als Art Vorbote von Neurotransmittern. Wer seinen Tryptophanhaushalt steigern möchte kann dies tun, indem er folgende Nahrungsmittel häufiger und in ökologischer Form zu sich nimmt: Kartoffeln, Eier, Milch, Fleisch und Kakaobohnen.
Mit dem Tryptophan ist es aber so eine Sache. Studie und Untersuchen haben nachgewiesen, dass ein Mangel zu depressiven Stimmung führen kann; der Umkehrschluss, dass eine Steigerung der Einnahme zur Verringerung führt, existiert jedoch nicht. Denn mit dem täglichen Essen ist der notwendige Tryphtophanhaushalt bereits abgedeckt. Tryphtophan wird also vorbeugend.

Schokolade macht glücklich
Was wohl auch an dem hohen Anteil von Tryphtophan liegen mag. Schließlich ist die Kakaobohne das Nahrungsmittel mit dem höchsten Tryphtophananteil. Das Gute mit der Schokolade ist, dass ein Stückchen der schwarzen Sünde im Handumdrehen zu einer Steigerung des Trypthophanlevels im Gehirn beiträgt. Unmittelbar. Ein Heilmittel gegen Depressionen ist es leider jedoch nicht. Schmeckt trotzdem gut die braune Sünde.

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