Sie sind das, was die Frau biologisch gesehen zur Frau macht – die Brüste und die Eierstöcke. Doch häufig sind sie auch unsere größte gesundheitliche Bedrohung, denn gerade in diesen Regionen gilt das Krebsrisiko als besonders hoch. Aber was wäre, wenn eine prophylaktische Amputation dem effektiv vorbeugen könnte?
Ein Gentest verschafft Gewissheit
Bei Frauen, die eine Genmanipulation aufweisen, ist das Krebsrisiko deutlich höher als bei denjenigen ohne Gendefekt. Ein Gentest verschafft Gewissheit. Sollte dieser eine Mutation nachweisen können, so bedeutet das nicht gleich, dass die Betroffene auch zwangsläufig an Brust- oder Eierstockkrebs erkranken muss oder bereits daran erkrankt ist. Es bestätigt lediglich, dass die Patientin stärker gefährdet ist als andere ohne Genmanipulation.

Vorbeugende Amputation als Lebensretter

Die freiwillige Abnahme der eigenen Weiblichkeit ist zwar eine der schmerzlichsten Entscheidungen im Leben einer Frau, kann aber gleichzeitig auch zum Lebensretter werden. Wer sich frühzeitig die Brust und/ oder die Eierstöcke entfernen lässt, der reduziert damit die Krebsgefahr nämlich um ein Vielfaches.
Ein prominentes Beispiel ist Schauspielerin Angelina Jolie. Die Hollywood-Größe hatte sich vor gut zwei Jahren die Brüste und im März diesen Jahres nun auch noch die Eierstöcke amputieren lassen. Grund für die schwerwiegende Entscheidung ist das erhöhte Krebsrisiko in Jolies Familie. Schon ihre Großmutter, ihre Mutter und ihre Tante waren an Krebs gestorben. Um für ihre Großfamilie so lange wie möglich sorgen zu können, fiel der Schauspielerin die Entscheidung weniger schwer. Mit ihrem Mut und ihrer Aufrichtigkeit gilt die Schauspielerin nun als eines der größten Vorbilder für alle Krebsgefährdeten.

Gentest an bestimmte Bedingungen geknüpft

Doch nicht jede Frau kann sich dem Gentest ohne weiteres unterziehen. Es müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein, um sich auf genetische Veranlagung überhaupt testen lassen zu dürfen. Sind in einer Familie beispielsweise zwei Frauen an Krebs erkrankt und eine davon vor ihrem 50. Lebensjahr, so steht die Mutationswahrscheinlickeit bei etwa 10 Prozent.
Geprüft werden bei dem Verfahren gleich zwei Gene, nämlich das BRCA1- und das BRCA2-Gen. BR steht dabei für „Breast“ und CA für „Cancer“.

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