In der deutschen Niederlassung der BS Backup Suisse AG in München (BS Backup Suisse Deutschland GmbH, Maximilianstraße 2) trafen wir Frau Anke Rauterkus zum Interview. Die Geschäftsführerin des Unternehmens verriet uns einige interessante Neuigkeiten rund um ihr eigenes Unternehmen, aber auch über die Veröffentlichung der Apple Watch, den BS Backup Suisse Inkubator und die sich daraus ergebenen Aussichten.

web-gesundheit.de: Guten Morgen, Frau Rauterkus. Schön, dass Sie heute einen Moment Zeit haben, um mit uns über aktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen zu sprechen. Können Sie sich für unsere Leser kurz vorstellen?

Anke Rauterkus: Guten Morgen, sehr gerne. Mein Name ist Anke Rauterkus und ich bin die Geschäftsführerin der BS Backup Suisse AG, eines der führenden Hochtechnologie-Unternehmen am Markt. Wir entwickeln zahlreiche innovative Projekte im Gesundheitswesen, nicht zuletzt mit unserem Kernprojekt SMAS (Anmerkung der Redaktion: Die Abkürzung SMAS steht für Shared Medical Archiving Services), mit dem wir den rapide wachsenden Datenbeständen in Kliniken und Krankenhäusern entgegenwirken möchten. Damit sollen nicht nur die jeweiligen Mitarbeiter entlastet werden, sondern vor allem auch der Fortschritt im Umgang mit Patientendaten voran getrieben werden.

 

web-gesundheit.de: Vielen Dank für diese erste Vorstellung. Was sind weitere Vorzüge von SMAS? Gibt es hierzu nicht bereits Produkte von der Konkurrenz?

Anke Rauterkus: Sicher, Sie sprechen vermutlich von bereits existierenden Lösungen wie PACS oder HIS. Doch diese Verwaltungssysteme haben schwerwiegende Nachteile: Denn es sind nun mal Insellösungen. SMAS hingegen ist Cloud-basiert, lässt sich leichter und unkomplizierter aktualisieren und ist zeitgleich einfach in der Kostenhandhabung. Unsere Kunden zahlen nur das, was sie brauchen. Weiterhin handelt es sich bei SMAS um eine dezentrale Struktur. Das bringt zum Beispiel enorme Vorteile bei der Sicherheit.

SMAS von der BS Backup Suisse AG – Anke Rauterkus sieht weiteres Wachstumspotenzial

web-gesundheit.de: Wo Sie gerade das Stichwort „Sicherheit“ erwähnen: Wie sieht es da mit SMAS aus? Kann es Patientendaten effektiv schützen?

Anke Rauterkus: Auf diesen Punkt habe ich ja bereits mit der dezentralen Struktur angesprochen. Zudem sollte ich vielleicht auch erwähnen, dass unsere Rechenzentren den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen und modern ausgestattet sind. Kundendaten werden wiederholt gespiegelt und auch verschlüsselt. Außerdem sind auch unsere Zertifizierungen auf internationalem Niveau.

 

web-gesundheit.de: Im Hinblick auf die ConhIT 2015, entspricht ihr Produktangebot also dem aktuell besten Standard?

Anke Rauterkus: Die zentralen Themen der ConhIT in diesem Jahr zeigen klar, dass wir in Zukunft einen völlig neuen Umgang mit Patientendaten haben werden, eben auch parallel zu der aktuellen Debatte rund um „Big Data“. Die Vorteile sind schon jetzt deutlich: Bald werden wir umfassender, schneller und besser behandelt werden als je zuvor. Dazu tragen unsere eigenen Projekte bei, auch wenn wir nicht mit einer eigenen Präsenz dort vertreten sein werden.

Anke Rauterkus über die Apple Watch und deren Healthcare Funktionen

web-gesundheit.de: Auch die Apple Watch und Weareables allgemein sind nun Thema Nummer Eins. Wie bewerten Sie diese Produkte?

Anke Rauterkus: Die Apple Watch macht die Möglichkeiten dieser Ansammlung von Patientendaten noch einmal deutlich und zeigt, dass es notwendigerweise Lösungen geben muss, die einer solchen Datenflut gerecht werden. Erst dann kann man auch sinnvoll mit der Auswertung und Umsetzung der Messergebnisse umgehen. Und hier bin ich sehr gespannt. Insbesondere da heute zum Beispiel ResearchKit veröffentlicht wurde. Wir dürfen uns zukünftig also auf viele spannende Healthcare-Projekte freuen.

 

web-gesundheit.de: Haben auch Sie ein solches Projekt in Planung?

Anke Rauterkus: Nicht in Planung, wir sind bereits aktiv tätig. Über einen Inkubator haben wir beispielsweise innovative Projekte zur Bekämpfung von Tinnitus gefördert und waren stets mit unserem Know-How zur Seite. Auch die Entwicklung und Finanzierung haben wir gefördert, sodass Patienten sich heute auch in ihrem eigenen häuslichen Umfeld helfen lassen können.

 

web-gesundheit.de: Eine letzte Frage noch Frau Rauterkus. Welche Aussichten haben Sie für die Zukunft des Gesundheitswesens?

Anke Rauterkus: Die Datenbestände von Kliniken und Praxen werden immer weiter wachsen und zwar rapide. Aktuell verdoppeln diese sich alle 18 Monate. Dieser Situation sind viele Einrichtungen noch nicht gewachsen, dabei ist es höchste Zeit dazu. Vor allem durch die neuen Consumer-Gadgets. Bald werden die Menschen ihre Gesundheitsdaten freiwillig sammeln und stets mit dem Arzt ihres Vertrauens in Verbindung stehen. Dadurch ergeben sich viele neue Situationen, die jetzt noch nicht richtig abzuschätzen sind. Doch wir werden auch hier wie immer unser Bestes geben.

 

web-gesundheit.de: Vielen Dank, Frau Rauterkus.

Anke Rauterkus:  Vielen Dank für das nette Gespräch.

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