Zu wenig Bewegung, Schlafmangel und schlechte Ernährungsgewohnheiten – jeder fünfte deutsche Azubi lebt ungesund. Das behauptet zumindest eine neue Studie der AOK. Die Folge: Physchische und psychische Leiden.
Ungesunder Lebensstil = Gesundheitliche Schäden und miserable Arbeit

Ein gesunder Lebensstil – davon scheinen viele deutsche Azubis relativ wenig zu halten. Einer Umfrage der AOK zufolge werden Schlaf und Ernährung während der Ausbidungszeit häufig vernachlässigt. Und das bleibt nicht ohne Folge. Ein Drittel aller Azubis klagt bereits über körperliche und psychische Probleme.
Jeder fünfte deutsche Azubi verbringt zu wenig Zeit mit Schlafen und sportlicher Betätigung. Stattdessen wird viel zu viel Zeit vor dem PC, Fernseher oder dem Smartphone vergeudet. So überrascht es wenig, dass beinahe jeder zehnte Azubi mittlerweile über gesundheitliche Einschränkungen klagt.

Fehlzeiten nehmen stetig zu

Doch nicht nur für den Betroffen selbst ist der nachlässige Umgang mit der Gesundheit inakzeptabel. Auch der Arbeitgeber erleidet dadurch erhebliche Einbußen. Lange krankheitsbedingte Ausfälle und schlampig verrichte Arbeiten nehmen stetig zu.
Die Fehlzeiten der Auszubildenden ist in Berlin mit 6,3 %, in Baden-Brandenburg mit 5,1 % und in Hessen mit 4,8 % am höchsten. Am geringsten fällt die Quote in Baden-Würrtemberg mit 4,1 %, in Bremen mit 3,9 % und in Bayern mit 3,4 % aus. Die durchschnittliche Fehlzeit der deutschen Azubis beträgt damit rund 4,2 %. Schuld für die langen Arbeitsausfälle sind zunehmend psychische Erkrankungen.

Bei den psychischen Leiden wurden von 36 % der Befragten Symptome wie „Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Erschöpfung, Lustlosigkeit und sich abgeschlagen fühlen“angegeben. Bei den körperlichen Beschwerden liegen „Kopfschmerzen“ (15,7 %), „Verspannungen und Verkrampfungen“ (22,1 %) sowie „Rückenschmerzen(22,1 %) ganz weit vorne.

Deutsche Azubis leisten zu viele Überstunden

Der Studie zufolge würden beinahe 40 % aller deutschen Auszubildenden regelmäßig Überstunden leisten. So hätten ganze 25 % Probleme, nach der Arbeit genügen Energie für den nächsten Tag zu tanken. Über kurz oder lang könnten sich die vielen zusätzlichen Arbeitsstunden dann in Form von körperlichen und psychischen Leiden bemerkbar machen.

</strong>

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT