Im Sommer bei bis zu 36 Grad schwitzen – das ist längst nicht mehr die Ausnahme, sondern statistische Realität. Während das Thermometer im Jahre 1951 lediglich an drei Tagen die 30-Grad-Marke knackte, waren es 2013 schon acht Tage. Das behaupten zumindest neue Statistiken das Umweltbundesamts.
Mit steigenden Temperaturen steigt das Gesundheitsrisiko 
Experten zufolge werden sich die extrem heißen Tage im Laufe der Jahre weiter häufen. Und mit den Temperaturen steigen auch die gesundheitlichen Risiken. Werden tagsüber mehr als 30 Grad erreicht, bleibt es auch bei Nacht ungewöhnlich warm. Das raubt uns den Schlaf. Der Körper wird nicht mehr mit der nötigen Energie versorgt, was unser Wohlbefinden tagsüber erheblich beeinträchtigen kann. Die Folge: Extreme Kreislauf- und Stoffwechselprobleme. Für ältere und geschwächte Menschen, Kleinkinder und chronische Kranken kann die Saharahitze im schlimmsten Falle sogar tödlich enden.
Dass Extremtemperaturen viele Opfer fordern, wurde bereits im Rekordsommer 2003 deutlich. So starben etwa 52.000 Menschen an den Folgen der Hitzewelle. Eine genaue Zahl der Hitzetoten zu bestimmen, ist jedoch kaum möglich. Für den Tod sind nämlich nicht nur die extrem hohen Temperaturen, sondern auch viele weitere Faktoren verantwortlich. Fakt ist allerdings, dass die meisten Toten unter einer Vorerkrankung gelitten haben.
Klimawandel sorgt für intensive Hitzewellen 
DWD-Vizepräsident Paul Becker vermutet, dass die Zahl der Hitzetoten noch weiter ansteigen wird. Schuld ist der Klimawandel, der künftig für noch längere und intensivere Hitzewellen sorgen wird, denen dann wiederum mehr Menschen zum Opfer fallen. Gegen Ende des 21. Jahrhunderts könnte sich demnach das Sterberisiko für alte und schwache Menschen sowie Herzkranke vervier- oder verfünffachen.Auch die rund 18 Millionen deutschen Allergiker werden unter den steigenden Temperaturen zu leiden haben. Das milde Klima lässt Pflanzen nämlich wesentlich länger blühen und ihren Pollen verbreiten, was lästige Allergien zur Folge hat. So werden die Nasen deutlich länger triefen als gewohnt. Vermutet wird auch, dass die Wirksamkeit der Allergene mit der Hitzewelle annehmen wird.

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