Positiv oder negativ – ein Ergebnis, das das ganze Leben beeinflussen wird. Wer sich bisher auf HIV testen lassen wollte, der musste ganze sechs Wochen lang warten. Ein neues Verfahren soll die Wartezeit nun auf nur mehr drei Wochen verkürzen und den Patienten die lange und quälende Ungewissheit ersparen.
Kürzere Wartezeiten = Größere Bereitschaft
Die deutlich kürzere Wartezeit soll nicht nur den Patienten eine möglichst schnelle Gewissheit über ihren gesundheitlichen Zustand verschaffen, sondern endlich auch mehr Menschen zum Aids-Test bewegen. Bislang galten die sechs Wochen Ungewissheit nämlich als einer der Hauptgründe, wieso auf den HIV-Test verzichtet wurde. Forscher und Mediziner versprechen sich mit dem neuen Testverfahren somit eine wesentlich höhere Beteiligung.Neuer HIV-Test – Wie funktioniert er?
Der Ag-Ak-Kombinationstest prüft auf Antigene (Ag) und Antikörper (Ak) im Blut. Anders als die herkömmliche Variante kann er Antikörper schneller und sicherer nachweisen. Außerdem ermöglicht er es, ein Antigen, nämlich das Protein p24 des Aidserregers, zuverlässig anzuzeigen. Dieses kann zwar nur vorübergehend nachgewiesen werden, dafür aber schon zwei bis drei Wochen nach der Infektion mit HIV.

Patienten dürfen sich endlich früher testen lassen
Bei diesem Testverfahren handelt es sich aber nicht um eine Marktneuheit. Der Deutschen Aids-Hilfe zufolge sei es schon seit 1997 in beinahe allen Laboren im Einsatz. Die Neuheit: Menschen, die sich einem HIV-Test unterziehen wollen, können das nun früher tun. Die bisherige Frist von sechs Wochen galt ausschließlich als Sicherheitsfaktor. Damit sollte sicher gestellt werden, dass ein Patient, der tatsächlich HIV positiv ist, nicht fälschlicherweise als negativ getestet wird. Es seinen erst genügend Studien nötig gewesen, die beweisen, dass der Aids-Test schon nach sechs Wochen eine sichere Gewissheit verschaffen kann.

HIV-Test mit Erbgutnachweis
Es gibt ein alternatives Testverfahren, das HIV auch ohne Antikörper im Blut feststellen kann: Der Erbgutnachweis. Bleibt der Aids-Test negativ, so kann zur sicheren Gewissheit auch ein Erbgutnachweis Abhilfe schaffen. Dieser ist mittlerweile aber schon fast fester Bestandteil der medizinischen Praxis. So empfehlen die meisten Ärzte nach dem reduktiven Suchtest einen Erbgutnachweis.

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