Dem sogenannten Intervall-Fasten werden zahlreiche positive Effekte zugeschrieben. So soll der zeitweise Verzicht aufs Essen unter anderem auch vor Typ-2-Diabetes schützen. Fakt ist: Eine ausgewogene und bewusste Ernährung ist bei Typ-2-Diabetes ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Umso wichtiger ist es, die grundlegenden Empfehlungen für eine gesunde Ernährung zu kennen und sie im Alltag umzusetzen. Wissenswertes rund ums Thema und praktische Tipps bietet das Ratgeber-Portal diabetes.behandeln.de des Deutschen Verlags für Gesundheit und Ernährung (DVGE).

Seit ungefähr 100 Jahren weiß man aus Tierversuchen, dass sich eine Beschränkung der Nahrungsaufnahme im Vergleich zu einer Ernährung „Ad libitum“ (lateinisch für „nach Belieben“) nicht nur positiv auf das Körpergewicht auswirkt, sondern auch Alterungsprozesse verlangsamt und der Entwicklung vieler Krankheiten vorbeugen kann. In den letzten Jahren hat das Konzept des sogenannten Intervall-Fastens im Diät- und Gesundheitsbereich für Furore gesorgt: Denn offenbar muss man sich gar nicht täglich kasteien, um von den günstigen Effekten einer beschränkten Nahrungszufuhr zu profitieren. Heutzutage geht man davon aus, dass auch regelmäßige Fastentage – zum Beispiel jeden zweiten Tag ? ähnlich vorteilhafte Auswirkungen haben. Die postulierte Schutzwirkung gegen die Entwicklung von Typ-2-Diabetes wird u. a. mit den Verbesserungen des Stoffwechsels sowie der Blutzucker- und Insulinspiegel erklärt. Die genauen Mechanismen untersuchten jetzt Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam im Tiermodell.

Wie kann Intervall-Fasten vor Typ-2-Diabetes schützen?

Im Rahmen der aktuellen Studie bekamen übergewichtige Mäuse, die bereits eine Insulinresistenz entwickelt hatten, eine Intervall-Fastenkur „verordnet“: Nur jeden zweiten Tag erhielten sie uneingeschränkten Zugang zu fettreichem Futter. An den anderen Tagen bekamen sie ausschließlich Wasser. Schon nach kurzer Zeit stellten die Forscher fest, dass die Mäuse wieder besser auf Insulin ansprachen und vor der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes geschützt waren. Im Gegensatz dazu erkrankte fast die Hälfte der Mäuse in der Gruppe, die jeden Tag uneingeschränkt fressen durfte, an Typ-2-Diabetes. Den Ergebnissen zufolge verbesserten sich vor allem die Leberfettwerte. Dabei sank nicht nur die Fettmenge in der Leber, sondern auch die Zusammensetzung veränderte sich. Darüber hinaus ergab die Studie, dass durch die Nahrungspausen auch der Energiestoffwechsel deutlich verbessert wurde. Ob und inwieweit diese Ergebnisse aus dem Tiermodell auf den Menschen übertragen werden können, muss allerdings noch in weiteren Studien untersucht werden. Grundsätzlich sollten Fastenkuren egal welcher Art nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen – das gilt für Gesunde genauso wie für Menschen mit Typ-2-Diabetes.

Ernährung bei Diabetes: Wichtiges Know-How und praktische Tipps

Unbestritten ist, dass eine ausgewogene Ernährung bei Diabetes empfehlenswert ist. Bei Typ-2-Diabetes ist sie sogar ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Umso wichtiger ist es für Betroffene, sich in puncto gesundes Essen gut auszukennen. Auch wenn die Zeiten strikter Verbote und spezieller „Diabetes-Diäten“ vorbei sind, so ist es doch hilfreich, die Grundregeln einer ausgewogenen Kost zu kennen und sie im Alltag zu beherzigen. Darüber hinaus ist speziell für diejenigen, die Insulin spritzen oder Tabletten einnehmen, die die Insulinproduktion anregen, das Stichwort „Broteinheiten“ von großer Bedeutung.

Weitere und detailliertere Informationen zur Studie und anderen aktuellen Forschungsergebnissen sowie praktische Tipps rund um die Ernährung bei Diabetes finden sich auf dem Ratgeberportal diabetes.behandeln.de

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