Sie war jung, lebenslustig und litt an einem tödlichen Gehirntumor – die US-Amerikanerin Brittany Maynard, deren öffentliches Sterben die ganze Welt bewegte. Nun hat ihr Tod eine neue Debatte über Sterbehilfe bei todkranken Patienten im Bundesstaat Kalifornien entfacht. Und die Chancen für die Legalisierung von Sterbehilfe stehen nicht einmal schlecht. So entschied das kalifornische Abgeordnetenhaus mit 43 zu 34 Stimmen für Sterbehilfe und auch bei der anstehenden Abstimmung des Senats wird ein ähnlich positives Ergebnis erwartet.
Wichtiger historischer Schritt in der Geschichte Kaliforniens

Senator Bill Monning, einer der Initiatoren des neuen Gesetzes, sieht die Verabschiedung als einen „entscheidenden historischen Schritt für unheilbar kranke Bürger des Bundesstaates Kalifornien“. Die Regelung soll Todkranken künftig die Möglichkeit geben, selbst über Leben und Tod zu entscheiden. Möchten sie ihrem Leben ein Ende setzen, so sei ihnen die Einnahme entsprechender Medikamente gestattet.
Ähnliche Gesetze gelten bereits in anderen amerikanischen Bundesstaaten wie Vermont, Oregon und Washington. In Montana wird mit einem Gerichtsurteil über assistierten Suizid entschieden und in New Mexico geht das Gesetz vorerst in Berufung, sodass eine eine endgültige Entscheidung noch aussteht.

Assistierter Suizid – Nach wie vor ein sensibles Thema

Assistierter Suizid ist nach wie vor ein sensibles Thema in den USA. Gerade religiöse Organisationen wehren sich vehement gegen die Legalisierung von Sterbehilfe. Angeheizt wurde die Debatte durch den tragischen Fall der an einem unheilbaren Gehirntumor erkrankten Brittany Maynard. Die 29-jährige Kalifornierin zog nach Oregon, da sie dort ihrem Leiden auf legale Weise ein Ende bereiten durfte. Die junge Frau hatte qualvolle letzte Monate vor sich, denen sie sich mit einem selbstbestimmten Lebensende entziehen wollte. Auf ihrer eigenen Homepage hielt sie die Welt mit regelmäßigen Videos über ihren miserablen gesundheitlichen Zustand auf dem Laufendem.

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