Nicht „Marihuana“, nicht „Speed“ und auch nicht „Crystal Meth“ sorgen derzeit für weltweite Besorgnis, sondern eine lebensgefährliche Kräutermischung. Legal Highs nennt sich die mit synthetischen Drogen versetzte Teufelsmixtur, die einen 34-jährigen Braunschweiger jetzt das Leben kostete.

Legal Highs – ein tödliches Vergnügen

Es hebt die Stimmung, lässt Sorgen kurzzeitig verschwinden und senkt die Hemmschwelle – Legal Highs. Doch die neue Trenddroge ist ein gefährliches Vergnügen. Das musste ein 34-jähriger Mann aus Braunschweig nun schmerzlich am eigenen Leib erfahren. Nach dem Konsum der Kräutermischung erlitt er ein akutes Lungenversagen. Die Rettungskräfte konnten nur noch seinen Tod feststellen.
Laut Kriminalpolizei habe der Braunschweiger schon über Jahre hinweg regelmäßig zu der Teufelsmischung Legal Highs gegriffen, die er sich illegal über Online Anbieter beschafft hatte. So wurden in seiner Wohnung Umengen der heimtükischen Droge aufgefunden.

Notarzteinsätze häufen sich

Der 34-jährige Braunschweiger ist aber längst nicht das einzige Opfer der Trenddroge. In den vergangenen Monaten ist die Zahl der Notarzteinsätze wegen eines übermäßigen Konsums von Legal Highs um ein Vielfaches angestiegen. Wegen Brechreizes und plötzlichen Schwindelanfällen mussten etliche Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahrenstationär behandelt werden. Ein besonders tragischer Fall: Ein 18-Jähriger Braunschweiger stürzte nach der Einnahme von Legal Highs in die Onker, konnte aber gerade noch vor dem Ertrinken gerettet werden.

Und auch die Statistiken sprechen Bände. Laut Bundeskriminalamt sind rund 25 der 1032Drogentoten Opfer von Legal Highs– mit Tendenz steigend. Trotz harter Strafauflagen ist die Bekämpfung der lebensgefährlichen Kräutermischung schwieriger als gedacht, da die Zusammensetzung der Droge, die hauptsächlich aus Cannabinoiden besteht, ständig verändert wird. Nun wird an der Verabschiedung eines neunen Gesetzes gearbeitet, das gleich die gesamte Stoffgruppe Cannabinoide verbieten soll.

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