Der Markt für alternative Tinnitus-Therapien hat in der vergangenen Jahren Fahrt aufgenommen. Nicht weiter verwunderlich, steigt die Zahl von Tinnituspatienten doch kontinuierlich an und stellt somit einen nicht zu unterschätzenden Markt im Gesundheitswesen dar.

Durch die rasante technische Entwicklung, vor allem im Bereich der Smartphones, haben seit Mitte der 2010er Jahre eine Handvoll Unternehmen der Tinnitus-Therapie durch frequenzbehandelte Musik verschrieben. Grundlage dieses Behandlungsverfahrens sind zumeist Forschungen der Westfälischen Wilhelmsunversität Münster, in denen die Wirksamkeit von, speziell auf die Tinnitus-Frequenz des Patienten angepassten, Musikstücken untersucht wurde.

Dafür wird zunächst die genaue Frequenz des Tinnitus bestimmt, anschließend wird diese aus dem Musikstück herausgefiltert. Dadurch entsteht eine Kerbe (engl. noch) in der Musik im Bereich des Tinnitus, die – wenn der Patient diese hört die Nervenzellen im Hörzentrum gezielt schont. Dadurch lernen die Nervenbahnen um und der Tinnitus lässt nach. Das „Taylor-Made Notched Music“ (Maßgeschneiderte gefilterte Musik) genannte Verfahren wurde in einer Studie mit 100 Tinnitus-Patienten vier Monate lang untersucht, mit positiven Ergebnissen.

Auf Grundlage dieser Forschungsergebnisse wurden seit 2012 mehrere Produkte verschiedener Hersteller auf den Markt gebracht, von denen wir die populärsten drei im folgenden Check vorstellen.

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