Neben diversen Annehmlichkeiten bringt der technische Fortschritt auch Nachteile für die Gesundheit mit sich. Die Rate an Kurzsichtigen steigt – ein Ende ist nicht in Sicht.
Das „Leben des Auges“

Kinder kommen mit leichter Weitsichtigkeit zur Welt, die sich im Laufe der Jahre verwächst, indem der Augapfel in die Länge wächst. Ist dieses Wachstum zu stark, ist Kurzsichtigkeit die Folge.
Besonders ausgeprägt ist diese Wachstumsphase zwischen dem achten und fünfzehnten Lebensjahr, sie ist allerdings auch im frühen Erwachsenenalter noch nicht abgeschlossen.

Der Einfluss von Smartphones, Bildschirmen und Co.

Verbringt ein Mensch, besonders einer, dessen Auge sich noch in der Wachstumsphase befindet, viel Zeit vor Bildschirmen, fokussiert sich das Auge stark auf kurze Entfernungen. Der Fernsichtmodus, der in erster Linie im Freien gestärkt wird, wird immer seltener aktiviert.

Vor allem Smartphones müssen sich die Augen stärker an kleine Zeichen in sehr kurzer Distanz einstellen. Als Langzeitfolgen dieser noch relativ neuen Technik wird die Kurzsichtigkeit voraussichtlich zu einer weitverbreiteten Wohlstandskrankheit.

Die Veränderung des Auges

Das Auge passt sich an die neuen Gegebenheiten an.
Es gewöhnt sich daran, nahezu ausschließlich kurze Entfernungen wahrzunehmen. Die Folge ist, dass es Objekte in der Ferne nur mit größerer Anstrengung und zunehmend unschärfer erkennt.

Zahlen und Fakten

Momentan sind rund 16 Prozent der Europäer im Alter von 65 bis 69 Jahren kurzsichtig – die Zahl steigt mit abnehmendem Alter:
Finden sich unter der Altersgruppe der unter 60-jährigen rund 25 % Kurzsichtige, ist es bei den unter 30-jährigen bereits die Hälfte.

In Asien ist diese Entwicklung noch dramatischer, bedingt durch sehr frühes Lernen und den häufigen Gebrauch von Unterhaltungselektronik. Hier ist es oft selbstverständlich, dass bereits Kleinkinder sich stundenlang mit Smartphones und Tablets beschäftigen.

Was kann der Einzelne gegen diese Entwicklung tun?

Ist das Auge bereits kurzsichtig, kann dies nur durch Sehhilfen wie Brille oder Kontaktlinsen oder Eingriffe wie eine Laserbehandlung behoben werden.

Eltern können allerdings bei ihren Kindern vorbeugen:
Raus aus der Wohnung, rein in die Natur, lautet die Devise. Bereits eine Stunde draußen spielen pro Tag hilft dem Auge, sich auch auf den Weitsichtmodus einzustellen.

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