Typ-2-Diabetes betrifft Millionen Menschen deutschlandweit. Auch Kinder leiden unter der Krankheit, bei welcher die Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend Insulin produziert. Kinder und Jugendliche sind dennoch vor allem von Diabetes Typ 1 betroffen. Anders als bei Typ 2 ist deren Körper nicht in der Lage, von sich aus Insulin zu produzieren, wodurch ein Leben mit der Insulinspritze alltäglich ist.

Stetig zunehmende Anzahl an Betroffenen

Diabetes, auch bekannt als Zucker, ist eine Volkskrankheit in Deutschland mit zunehmender Betroffenenrate. Bei dieser Krankheit ist der Körper nicht in der Lage, ausreichend Insulin zu produzieren. Im schlimmsten Fall tritt eine schwere Unterzuckerung, Hypoglykämie, auf, welcher zu einem Zuckerschock mit Bewusstlosigkeit führen kann. Diabetes kennt keine Altersgrenze. Erwachsene sind allerdings hauptsächlich von Diabetes Typ 2 betroffen. Hier produziert die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend Insulin, weshalb betroffene sich dieses spritzen müssen. Kinder allerdings leiden vermehrt unter dem selteneren Diabetes Typ 1. Hier ist der Körper nicht in der Lage, Insulin zu produzieren. Der Blutzuckerspiegel muss bei einer Erkrankung von Typ 1 mehrmals täglich gemessen und eine dementsprechende Menge Insulin gespritzt werden, damit keine Hypoglykämie auftritt.

Die Anzahl an Diabeteserkrankten nimmt drastisch zu. Deutschlandweit wurden bisher 6 Millionen Erkrankte verzeichnet. Bis 2030 soll die Anzahl an Diabeteskranken sogar auf 8 Millionen ansteigen. Die Dunkelziffer liegt sogar ein bis zwei Millionen höher, da nicht alle Betroffenen eine Diagnose und Behandlung erhielten. Die Krankheit verlangt von sämtlichen Betroffenen viel Ausdauer. Vor dem Essen muss der Kohlenhydratwert der Speisen und Getränke bestimmt werden. Schließlich wird der Insulinbedarf berechnet und die nötige Dosis gespritzt.

Schweres Los für Kinder und Jugendliche

Besonders im Kindesalter tritt Diabetes Typ 1 auf. Rund 32.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind von diesem Typ betroffen. Vielen Kindern wird eine Insulinpumpe implantiert, welche den Betroffenen automatisch eine kleine Grundmenge Basal-Insulin injiziert. Dennoch ist die Krankheit für Kinder schwerer als für Erwachsene. Das Risiko, eine Bewusstlosigkeit durch eine Unterzuckerung zu bekommen, ist bei ihnen deutlich höher. Pro Jahr werden ungefähr 200 Fälle an Neuerkrankungen von Diabetes bei Jugendlichen und Kindern verzeichnet. Die Anzahl an Typ-2-Erkankten hingegen ist ungewiss.

Um die Anzahl an Diabeteserkrankten zu senken, fordert die Weltgesundheitsorganisation WHO, die Anzahl an freien Zucker auf unter zehn Prozent zu sinken. Dies gilt auch für Nahrung, in welcher Zucker natürlich vorkommt. Ebenfalls sollte Werbung, welche Kinder irreführt, verboten werden. Ob die Anzahl der Diabeteserkrankten so tatsächlich abnimmt, ist nicht gewiss. Fakt ist, dass diese Anzahl an Betroffenen noch am Steigen ist und dies in naher Zukunft nicht verhindert werden kann.

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