Immer mehr Produkte und Apps drängen auf den Healthcare Markt, die  uns aktiv bei unserer Fitness und Ernährung unterstützen und zu diesem Zweck Daten erheben und speichern. Mit der neuen Smartwatch des Konzerns Apple, der Apple Watch und seiner App Health ist nun wieder ein neues System auf den Markt gekommen, dass den Zugriff und die weitere Verwendung unserer Daten zukünftig noch einfacher machen soll.

Doch möchten wir unsere vertraulichen Daten Apps anvertrauen? Mit der Apple Watch soll es möglich sein, alle für unsere Gesundheit relevanten Daten (u.a. Blutdruck, Cholesterin, Herzschlag, Bewegungsaktivität, Atemfrequenz) zu speichern. Darüber hinaus können diese Daten bald sogar an den zuständigen Arzt direkt weitergeleitet werden. Der Benutzer soll jedoch selbst darüber entscheiden können, welche Daten geteilt bzw. weitergeleitet werden, und welche Systeme, Apps oder Organisationen auf die in Health gespeicherten Informationen zugreifen können.

Eine Umfrage der Krankenkasse Ikk classic ergab, dass bereits jeder fünfte Deutsche medizinische Apps nutzt. Allgemein akzeptiert ist bereits die Messung des Blutdrucks per App oder die Speicherung relevanter Daten wie Allergien, Blutgruppe und Notfallkontakt. Jedoch lehnen viele Befragte den Austausch ihrer Daten per App beispielsweise mit ihrem Arzt ab. Zudem geht laut der Studie hervor, dass sich viele User höhere Sicherheitsstandards wünschen und ihrem Arzt oder Apotheker mehr vertrauen als einer Smarthpone App. So würden rund ein Drittel der Befragen eine App nicht als Nierenfunktionsrechner oder Schlaftagebuch einsetzen.

Doch wie sicher sind unsere Daten tatsächlich? Bei dieser Frage gehen die Meinungen auseinander. Die AOK Nordost bietet beispielsweise ihren Versicherten über den schweizer Dienst Dacadoo eine Plattform um relevante Daten speichern zu können. Dieser Service wird jedoch noch kaum genutzt. Der Sprecher der Ikk Classik rät hingegen dazu, personenbezogene Daten vorerst nicht solchen Medien anzuvertrauen. Bisher sei die Sicherheit bei der Übermittlung von Daten fraglich. Die Angst vor Datenmissbrauch ist hoch und das ist auch dem Konzern Apple bewusst, der seine Datenschutzrichtlinien zur Sicherheit unserer persönlichen Informationen nochmals verstärkte. So müssen alle Drittanbieter vor dem Zugriff auf die App Health nach einer Berechtigung fragen. Zudem werden unsere Daten verschlüsselt gespeichert. Dennoch können wir bis dato nicht einschätzen wie sicher unsere Daten tatsächlich sind.

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