Mit 31 Prozent ist fast jeder Dritte in Deutschland ein Organspender und hat den entsprechenden Ausweis stes im  Gepäck. Die Barmer GEK machte hierzu eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Versicherten. Es existiert jedoch weiterhin Skepsis zu dem Thema.

Ein Drittel aller Deutschen hat immer einen Ausweis zur Organspende in der Tasche – um für den Fall der Fälle Leben retten zu können. Denn viele Patienten die eine schlimme Krankheit oder ein verhängnisvoller Unfall ereilt, benötigen dringend Hilfe. Und es ist nicht einfach an die benötigten Organe zu gelangen. Abhilfe sollte hier die freiwillige Organspende schaffen. Denn geraten Menschen beispielsweise in einen tödlichen Unfall, haben nach der Bergung jedoch noch theoretisch gebrauchsfähige Organe, können diese einem anderen Menschen das Leben retten. Eigentlich eine gute Idee und trotzdem machen viele noch immer nicht mit. Vielleicht aus Zeitmangel oder fehlendes Wissen? Daher gab es in der Vergangenheit sogar Vorschläge jeden Deutschen automatisch zum Organspender zu machen und nur bei einer ausdrücklichen Widersprechung davon zu befreien. Doch zu einer Realisierung dieses Vorschlags kam es bislang nicht.

Laut der Krankenkasse Barmer GEK, die eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Versicherten vornahm, ist die Kenntnis über das Thema durchaus vorhanden. 87 Prozent haben sich mit der Organspende bereits ernsthaft auseinandergesetzt. Fast alle davon (83 Prozent insgesamt) sind sich auch über den positiven Effekt bewusst, den ihre Organe im neuen Körper auslösen können und dass Verwandten hiermit schwierige Entscheidungen abgenommen werden können. 53 Prozent wissen, dass sie mit dem Ausweis auch einer Organ-Entnahme bewusst widersprechen können. Der Zweifel an der Ausfüllung des Ausweises kommt also nicht von fehlenden Informationen. Doch woher dann?

Vermutlich haben hier die Organspende-Skandale aus der Vergangenheit noch eine wichtige Rolle. 46 Prozent aller Versicherten gaben an, dass diese Ereignisse ihr Vertrauen erschüttert habe. Christoph Straub, Chef der Barmer GEK, betonte allerdings, dass man zukünftig für mehr Aufklärung in diesem Bereich sorgen wolle.

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