Apple führte mit iOS 8 die Health App ein, die auch im Zentrum der kürzlich vorgestellten Apple Watch steht. Die App soll uns zukünftig nicht nur einen besseren Überblick über unsere Fitness und Gesundheit liefern, sondern auch zur lebensrettenden Datensammlung werden, so die Entwickler. Welche Möglichkeiten bietet die App tatsächlich?

Apple möchte im Medizinsektor Fuss fassen. Der Weg in den Gesundheitsmarkt soll die ab April 2015 erhältliche Apple Watch mit ihrer neuen Health App ebnen. Apple kann somit zum lebensrettenden Datensilo werden. Der Konzern arbeitete laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung bereits seit zwei Jahren daran, sämtliche Gesundheitsdaten der amerikanischen Klinikgruppe Mayo zu digitalisieren und in ein Ökosystem von Apple einzuspeisen um diese mit einer iPad App sofort am Krankenbett abrufen zu können. Nun soll Health einen weiteren Meilenstein in der Datensammlung darstellen. Die App dient als Sammelstelle aller Gesundheitsdaten, die wiederum von Drittanbietern, Wearables oder Fitness-Gadgets erhoben werden. Es werden Daten wie zum Beispiel Blutdruck, Herzfrequenz, Blutzucker oder Cholesterin gespeichert und zeitlich geordnet. Auch unser Kalorienverbrauch, unsere Atemfrequenz und Bewegungsgewohnheiten können aufgezeichnet und gespeichert werden. Den App-Entwicklern zu Folge, soll es bald sogar möglich sein, kritische Gesundheitswerte sofort an unseren Arzt zu senden.

Darüber hinaus ist es möglich, wichtige Daten wie  unsere Blutgruppe, Allergien, Unverträglichkeiten, frühere sowie aktuelle Erkrankungen und einen Notfallkontakt im sogenannten Notfallpass zu speichern, welcher uns im medizinischen Ernstfall sogar das Leben retten könnte.

Viele der Daten können zwar auch über die bereits auf dem Markt etablierten Fitnessarmbänder, wie Jawbone oder Fitbit erhoben und gesammelt werden. Um die gesammelten Daten jedoch auswerten zu können, war bisher für jedes Endgerät eine eigene Software notwendig. Mit der Health App sei nun eine Schnittstelle hinzugekommen, die den Zugriff und die weitere Verwendung erleichtern. Apple beteuert in diesem Zusammenhang, dass ein Höchstmaß an Sicherheit für unsere Daten gegeben ist. Der Konzern habe sogar die Datenschutzbestimmungen zum Schutz unserer Gesundheitsdaten weiter verschärft.

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