Einem 17-Jährigem ist das gelungen, was erfahrene Forscher schon seit Jahren versuchen: Er entwickelte einen Wirkstoff, der selbst schwere Blutungen innerhalb weniger Sekunden stoppt. Das Gel mit Algenwirkstoffen ahmt die natürliche Wundheilung nach und verschließt die Wunde schnell und effektiv. Nun wird das Wundheilpflaster in den USA freigegeben – vorerst aber nur in der Tiermedizin.
17-Jähriger entwickelt „Wunderpflaster“

Joe Landolina, das ist der Name, der sich hinter der revolutionären medizinischen Neuheit „Vetigel“ verbirgt. Im Alter von 17 Jahren machte sich der Studienanfänger mit einer Schwäche für biochemische Experimente an die Entwicklung eines Wirkstoffes, der Blutungen sekundenschnell stoppen kann – mit großem Erfolg. Im Labor seines Großvaters stellte der Jugendliche ein Pflaster auf Algenbasis her, das Wunden sofort verschließt und einem lebensbedrohlichem Blutverlust vorbeugt.
Heute ist der Erfinder 22 Jahre alt und erfolgreicher Pharmaunternehmer, der mit seinem Wundheilpflaster den ganz großen Fang machen kann. In der Tiermedizin ist „Vetigel“ bereits zugelassen. Nun hofft der New Yorker, 2016 die Genehmigung der US-Gesundheitsbehörde FDA zu erhalten, um den Wirkstoff künftig auch am Menschen testen zu lassen.

Sekundenschnelle Wundversorgung als medizinische Revolution

Häufig können Notfallpatienten nicht gerettet werden, da schwere innere und äußere Blutungen nicht rechtzeitig gestillt werden können. Schon der Verlust von einem Liter Blut kann dramatische Folgen haben. Und hier kommt „Vetigel“ ins Spiel. Das Pflaster imitiert die natürliche Wundheilung, macht dies aber um ein Vielfaches schneller als der menschliche Körper. Das Erfolgsrezept: Algenextrakt. Das dickflüssige Gel wird auf den Wundrand aufgetragen und bildet in Sekundenschnelle eine dichte Schutzschicht über der Wunde. Die Blutung stoppt augenblicklich. So gilt „Vetigel“ nicht umsonst als eine neue medizinische Revolution, die künftig tausende Patienten vor dem Verbluten bewahren könnte.

„Vetigel“ verschließt Wunden schneller als andere Wirkstoffe

„Vetigel“ ist nicht das einzige Mittel, mit dem Blutungen schneller aufgehalten werden können. Schon mehrere Forscherteams haben sich in den vergangenen Jahren an die Entwicklung eines solchen Stoffes gemacht. Wissenschaftlern der Case Western Reserve University in Cleveland, Ohio, ist es sogar gelungen, 2009 Blutplättchen aus Kunststoff zu produzieren, die Blutungen doppelt so schnell stoppen sollen. Doch „Vetigel“ ist in seiner Wundheilgeschwindigkeit bislang ungeschlagen.

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