Die App von „ShareTheMeal“ entwickelt sich von Beginn an zum Renner. Schon nach wenigen Wochen haben die deutschen Entwickler dieser innovativen Idee Hunderttausende Mahlzeiten für Kinder im südlichen Afrika finanziert. Mit zwei Klicks spenden die Nutzer der App 40 Cent. Das reicht, um vor Ort ein Schulkind für einen ganzen Tag zu ernähren.

Wirkungsvolle und transparente Hilfe mit einfachen Mitteln

Es hat seinen Grund, wenn Martin Schulz als der Präsident des Europäischen Parlaments dem Projekt das Potenzial zuspricht, den Kampf gegen den Hunger zu revolutionieren. Die Menschen wollen in unserer vernetzten Welt wissen, welche Wirkung sie mit ihren Spenden und Beiträgen erzielen. Die Hilfe soll schnell, unkompliziert und ohne unnötigen Verwaltungsaufwand ankommen.
An diesen Erwartungen zu Transparenz und Effizienz orientieren sich die Macher von „ShareTheMeal“. Sie setzen auf die Stärken von Crowdfunding. Viele Menschen leisten einen kleinen Beitrag, „teilen ihre Mahlzeiten“ und geben einigen der 100 Millionen unterernährten Kinder die Chance auf eine bessere Zukunft. Den Fortschritt können die Nutzer der App mit Hilfe von durch Mitarbeiter vor Ort bereitgestellter Geotags, Bilder und persönlicher Geschichten mitverfolgen. Über zwei Milliarden Besitzer von Smartphones sind eine lohnende Zielgruppe.

Lesotho als erstes Ziel

Die Initiative kommt dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) ohne Umwege zugute. Zunächst erhalten über 50.000 Schulkinder zwischen drei und fünf Jahren in Lesotho, einem der ärmsten Länder Afrikas, zwei Mahlzeiten am Tag. Ein großer Fortschritt für einen Staat, in dem über die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze lebt und 40 Prozent der Kinder nicht ausreichend ernährt sind. Das WFP ist als weltweit wichtigste humanitäre Organisation im Kampf gegen Hunger ausschließlich über Spenden finanziert. So stehen 90 Prozent des Geldes unmittelbar zur Versorgung Not leidender Menschen zur Verfügung. Die benötigten Lebensmittel stammen zum größten Teil aus Entwicklungsländern und helfen den kleinen örtlichen Bauern zu überleben.

Junges Team mit Perspektive

„ShareTheMeal“ hat sich als gemeinnützige GmbH in Berlin organisiert. Die beiden Gründer, Sebastian Stricker und Bernhard Kowatsch, haben vor ihren Start-up selbst direkt für das Welternährungsprogramm der UNO gearbeitet. Der Kampf gegen den Hunger ist Ihnen ein persönliches Anliegen. Der Enthusiasmus überträgt sich auf andere. Ihre Initiative sehen sie als Non-Profit-Unternehmen. Sie arbeiten mit einem jungen, hoch motivierten Team. Freiwillige Helfer und eine Reihe von Firmen, die von der Idee überzeugt sind, unterstützen sie zusätzlich. Nach einem gelungenen Testlauf ist die App seit 30. Juni 2015 für Android- und iOS-Nutzer offiziell in Deutschland; Österreich und der Schweiz auf dem Markt. Die Zahl der per Klick geteilten Mahlzeiten wächst in beeindruckender Weise. Täglich sind es Zehntausende. Noch in diesem Sommer ist die internationale Einführung in weiteren Sprachen geplant.

Den langfristigen Erfolg im Visier

Weltweit haben, trotz deutlicher Verbesserungen und Erfolge bei der Hungerbekämpfung, fast 800 Millionen Menschen nicht ausreichend zu essen. Die Kinder in der parlamentarischen Demokratie Lesotho sollen nur der Anfang sein. Sie erhalten beim Schulbesuch morgens einen mit Nährstoffen angereicherten Brei und mittags den traditionellen Maisbrei „Papa“ mit Hülsenfrüchten. Erst diese Versorgung ermöglicht ihnen eine gute körperliche und geistige Entwicklung. Ziel ist es, den Kreislauf aus Armut, Hunger und geringer Bildung zu durchbrechen. Langfristig fördert die Bekämpfung des Hungers damit einen nachhaltigen Weg zu wirtschaftlichem Fortschritt.
„ShareTheMeal“ hat die Ausweitung des Programmes auf weitere Regionen fest im Visier. Inzwischen ist es innerhalb des WFP Innovations Accelerators das Pilotprojekt, also beispielgebend für zunehmendes Tempo und Wachstumspotenzial von Innovationen.

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