Bei Patienten, die an amyotropher Lateralsklerose (ALS bzw. Lou-Gehring-Syndrom) oder einer anderen neurodegenarativen Erkankungen leiden, weckt die folgende Aussage neue Hoffnungen. Es könnte für Sie bedeuten, Alltäglichkeiten wie das Licht ein- und ausschalten, die Lautstärke an der Stereoanlage oder dem Fernseher ändern, wieder selber ausführen zu können. Selbst die Kommunikation mit Ihrer Umwelt würde in greifbare Nähe kommen.
Hirnströme übernehmen die Steuerung mittels moderner Technologien
Erstmalig wird in einer Testphase gezeigt, wie es möglich wird, digitale innovative Technologien mit Produkten des alltäglichen Lebens zusammenzuführen. Und zwar in einer Art und Weise, dass Menschen mit akuten Mobilitätseinschränkungen mit Befehlen, die das Gehirn sendet, über eine Tablet-App und am Körper getragene technische Hilfsmittel ausgewählte Geräte in Ihrer Umgebung selber steuern können.ALS-Patienten und jene mit einer eingeschränkten Muskel- und Sprachfunktion erfahren eine neue Lebensqualität. Wieder interagieren und kommunizieren zu können sowie Befehle erteilen zu können, obwohl Sie rein motorisch und sprachlich dazu nicht in der Lage sind, ist ein gewaltiger Fortschritt.
Paul Daugherty als Chief Technology Officer von Accenture zeigt als weiteren Gedanken auf, dass diese Menschen zumindest in bestimmten Situationen die Kontrolle über Ihr Leben zurückerhalten.

Eine Machbarkeitsstudie zeigt, das Mensch und Technologie eine Symbiose eingehen können für den Erhalt einer gesteigerte Lebensqualität.
Mit den Unternehmen Accenture, Emotiv und Fjord hat sich das Unternehmen Philips zusammengeschlossen, um die eigenen Entwicklungen „Hue Lighting“ sowie „Smart TV“ und „Lifeline Medical Alert Service Produkte“ miteinander nicht nur zu verbinden, sondern auch zu steuern.* * *

Über sein Gehirn kann der Patient mit seinen Gedanken oder einfachen Gesichtsbewegungen mit der Hilfe von EEG- oder EMG-Elektroden im Emotiv-Headset Befehle senden. Über das am Körper getragene Display mit Navigationsoberfläche kann er Befehle wie „nach oben“ oder „nach unten“ über die einzelnen Optionen der Benutzeroberfläche navigieren. Die Befehle des Gehirns werden vom Emotiv-Headset empfangen und mithilfe der digitalen Anwendung von Accenture verarbeitet. So erfolgt die Steuerung der Oberfläche, um die Verbindung mit den intelligenten Produkten herzustellen. Sobald der Patient mit der Anwendung verbunden ist, kann er zum Beispiel eine Lampe oder einen Philips Fernseher einschalten. Auch medizinische Hilfe rufen wird so möglich. All dies erfolgt über seine einzelnen Gedankengänge.

Das Projektziel
Es sollen Möglichkeiten erforscht werden, die eine Steuerung von kompatiblen Philips Produkten mit den Technologien von Emotiv ermöglichen. Im Projekt entsprechen die präsentierten Entwicklungen wie auch Reaktionen der Realität. Ein verfügbares Produkt kann derzeit allerdings noch nicht dargestellt werden. Auch ist ein solches noch nicht konzipiert.

* Accenture: Hierbei handelt es sich um einen weltweit agierenden Dienstleister in den Bereichen Managementberatung, Technologie und Outsourcing.
* Emotiv: Ein Unternehmen der Neurotechnik
* Fjord: Hierbei handelt es sich um eine Designberatungsfirma die zu Accenture Interactive gehört.

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